Siemensstadt gestalten!

Am 13. Mai 2019 hatte ich zur zweiten Planungswerkstatt Neue Siemensstadt eingeladen. Im Mittelpunkt stand diesmal die Frage der Bürgerbeteiligung: Wie stellen sich Bürgerinnen und Bürger der Siemensstadt Bürgerbeteiligung vor, welche Überlegungen gibt es hierzu seitens der Siemens AG und des Senats?

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Es wurde angeregt, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen. Dafür müssten Akteure und Partner in der Siemensstadt ausfindig gemacht werden. Aus der Bürgerinitiative heraus könnte ein Fachbeirat gewählt werden, der gegenüber der Steuerungsgruppe Berlin/Siemens eine beratende Funktion hat. Vorgeschlagen wurde auch, dass die Siemensstädter einen Sitz in der Wettbewerbsjury erhalten. 

Breite Zustimmung für den Planungsprozess Siemenscampus 2.0 fand der Vorschlag, dass Erwartungen und Forderungen der AnwohnerInnen in die Aufgabenstellung für die planenden Büros als grundlegender Teil der Planungsaufgaben mit aufgenommen werden. Das verlangt eine Bedarfsanalyse bezogen auf die soziokulturelle Infrastruktur und die soziale Lage der in Siemensstadt lebenden Bürgerschaft, insbesondere im Bereich Wohnen. Der Vorschlag, in der BVV Spandau einen Antrag zur Einberufung einer Einwohnerversammlung einzubringen, wird bereits umgesetzt.

Katalin Gennburg, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, und Sebastian Bartels, stellvertretender Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, waren wichtige Impulsgeber für die Diskussion. Sie werden der Planungswerkstatt auch weiterhin als wichtige Experten zur Seite stehen und sich direkt in die Arbeit einbringen.

Die nächste Planungswerkstatt Neue Siemensstadt findet am 11. Juni 2019 um 18.30 Uhr statt. Bis dahin geht auch die Internetseite www.neue-siemensstadt.com an den Start.