Sommer auf Tour im Falkenhagener Feld

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Zu wenig Kitaplätze und Personal, kaum Räumlichkeiten für Bürgertreffs, schlechte Verkehrsanbindung: die Liste der Probleme im Falkenhagener Feld ist lang. In der in den 60er- und 70er-Jahren gebauten Siedlung leben inzwischen viele Menschen in dritter oder vierter Generation im Transferleistungsbezug. Viele fühlen sich von „der Politik“ vergessen. Doch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen, die ich auf meiner Kieztour kennengelernt habe, waren sehr offen, herzlich und engagiert. Sie wollen, dass sich das Falkenhagener Feld zum Positiven wandelt. Die WOGE Wohngebietspatenschaft und die offene Familienwohnung sind zwei erfolgreiche Projekte, die unbedingt weitergeführt werden müssen. Die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit - langfristige Finanzierung, mehr und gut bezahltes Personal - sollten mehr in den Fokus der Landespolitik gerückt werden. Es kann nicht sein, dass die Finanzierung von erfolgreichen Projekten jährlich neu beantragt werden muss.

Ein Schicksal, dass die Jugendtheaterwerkstatt teilt, die zu Recht als vollwertiges Theater und pädagogische Einrichtung anerkennt werden möchte.

Im Familienzentrum im Falkenhagener Feld West, das direkt an eine Kita anschließt, konnte ich mich vom großen Bedarf an ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern überzeugen. Und auch hier stand die Frage der Kinderbetreuung für geflüchtete Mütter damit sie Deutschkurse besuchen können.

Das Quartiersmanagement schließlich ist bemüht, die Situation im Falkenhagener Feld durch Aktivierung und Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern. Aber auch ihnen sind Grenzen gesetzt. Wir waren uns einig: hier muss sich etwas ändern. Ich begrüße daher die Initiative aller SprecherInnen der Stadtteilkonferenzen, dem Bezirksamt ein gemeinsames Papier zu übergeben, in dem die Probleme aller Stadtteile und die Handlungsbedarfe benannt werden. Ich verspreche, nach Kräften zu helfen.