Sommer unterwegs im Kiez Heerstraße Nord und in Staaken

Meine fünfte Kiez-Tour führte mich in die Heerstraße Nord und nach Staaken. Interessante Gespräche und Begegnungen hatte ich im Stadtteilzentrum, im Staakkato Kinder und Jugend e.V. und im Kulturzentrum in Staaken. Beeindruckend für mich war das Miteinander aller im Stadtteil sich engagierenden Vereine, Initiativen, Projekte und Träger. Die Erkenntnis, dass das Leben im Stadtteil nur gemeinsam funktionieren kann und auch Probleme nur gemeinsam gelöst werden können, zog sich wie ein roter Faden durch alle Gespräche. Wichtig war allen auch, dass die Einwohnerschaft an allen Vorhaben im Wohngebiet beteiligt wird, ihre Bedarfe z.B. durch Anwohnerbefragungen ermittelt werden und sie letztendlich ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen.

Das QM-Team, das stets Neues erprobt, der Straßensozialarbeiter, der sich nicht als Chef bei Staakkato sehen will und für seinen Job brennt, sowie der Leiter des Kulturzentrums Staaken, der „seine“ Einrichtung zu einem kulturellen Kleinod für Staaken gemacht hat, sind Akteure, die unverzichtbar sind und deren Engagement man nicht genug würdigen kann. Die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit sind es, die unbedingt verändert werden müssen. Wir brauchen eine andere Arbeitsmarktpolitik, die Menschen in gut bezahlte Arbeit bringen. Wir brauchen eine andere Wohnungspolitik, die bezahlbares Wohnen für alle sicherstellt. Und wir müssen auf andere Art und Weise Politik machen: zuhören, das Expertenwissen der lokalen Akteure nutzen und transparent sein.

Stadtteilzentrum-Heerstrasse-Nord
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